Chnöpfli – Spätzli

Erstellt von am 22. Februar 2012

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Spätzli zubereiten

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Chnöpfli zubereiten

Chnöpfli kochen

Chnöpfli kochen


Zutaten: Rezept für 4 Personen
300 g Mehl
1 Kaffelöffel Salz zugeben und mischen.
3 Eier
1.5 dl Wasser Eier und Wasser gut verquirlen. Mehl mit der Flüssigkeit anrühren und den Teig schlagen bis er Blasen wirft und schwer von der Kelle reisst. Zugedeckt bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten ruhen lassen.
2 Liter Wasser Wasser aufkochen und die Knöpfli/Spätzli portionenweise hineintreiben. Chnöpfli und Spätzli unterscheiden sich nur in der Form: Die rundlichen Chnöpfli werden portionenweise durch ein Sieb mit kleiner Lochung ins heisse Wasser gestrichen. Für Spätzli wird der Teig portionenweise dünn auf einem kalt abgespülten Brettchen ausgestrichen und mit einem Spachtel oder Messer in schmalen Streifen ins heisse Wasser geschabt.
Sobald diese an der Oberfläche schwimmen mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen. Schichtweise in einer warmen Schüssel anrichten und sofort servieren.


Rezept 2: 2 Eier, 1,2 dl Milch Wasser Gemisch, 1/2 TL Salz, 250 g Mehl, Butter

Rezept 3: 450g Mehl, 1 Teelöffel Salz, 1 dl Milch, 1 dl Wasser, 4 Eier

Rezept 4: 200 g Mehl, 1,5 dl Milch, 2 Eier, Salz, Butter

Rezept 5: 2,5 dl Milch oder Milchwasser, 500 gr Mehl, 8 Eier, 100 gr Griess

Rezept 6 (aus einem Kochbuch, erschienen 1907): Das Salzwasser zum Abkochen der Spätzli wird aufgestellt. Mit ¾ Pfund Mehl, 1/8 Liter Milch, Salz, ¼ Liter Wasser und 1 Ei rührt man einen ganz dickflüssigen Teig an, den man mit dem Löffel so lange schlägt, bis er Blasen wirft, dann lässt man ihn ½ Stunde ruhen. Alsdann nimmt man einen Teil des Teiges auf ein mit kaltem Wasser befeuchtetes Brett und schabt mit einem scharfen Messer kleine Teile in das kochende Salzwasser. Wenn sie an die Oberfläche kommen, nimmt man sie mit einem Schaumlöffel heraus und gibt sie in eine Pfanne, in der man etwas Fett heiss werden liess. Man kann die geschabten Spätzli auf eine erwärmte Platte geben und mit in Butter geröstetem Paniermehl abschmelzen.

Rezept 7 (aus einem Kochbuch erschienen 1932) betitelt Knöpfli (Wasserspätzchen): 1 ½ Pfund Mehl, Salz, 3 Eier, Wasser, 1 Löffel Fett, Paniermehl. – Aus Mehl, Eiern, Wasser und Salz wird ein dickflüssiger Teig gemacht und so lange geschlagen, bis er sich von der Schüssel löst und Blasen wirft. Dann wird er portionenweise von einem flachen Brett mit einem Messer in langen, dünnen Flocken in das kochende Salzwasser geschnitten. Einfacher ist die Zubereitung mit dem Spätzchensieb, durch das der Teig ins Wasser getrieben wird. Nachdem die jeweiligen Portionen Spätzchen oben schwimmen, werden sie herausgenommen und abgetropft. Die Spätzchen werden ohne weitere Zutat oder auch mit feingeriebenem Käse lagenweise auf eine Platte angerichtet und mit in Butter gerösteten Brotbröseln bestreut.

Rezept 8 (aus einem Kochbuch erschienen 1932) betitelt „Knöpfli (Milchspätzchen): Der Teig ist der gleiche wie bei Wasserspätzchen, nur wird statt Wasser Milch genommen. 1 Kaffelöffel Mehl wird in Butter hellgelb geröstet und mit ½ Liter Milch verkocht, dann werden die gekochten, aus dem Wasser gezogenen Spätzli in die Milch gelegt, einmal darin aufgekocht, mit dem Schaumlöffel herausgezogen und in einer tiefen Schüssel angerichtet. Zuletzt zieht man die Milch mit einem zerklopften Eigelb ab und giesst sie über die geschmälzten Spätzchen.

Rezept 9 (aus einem Kochbuch erschienen 1932) betitelt Knöpfli (gebrühte Spätzchen): In ½ Liter kochende Milch wird Mehl so lange eingerührt, bis sich ein glatter Teig bildet. Wenn er ganz glatt ist, wird er in eine Schüssel geschüttet und, ziemlich ausgekühlt, mit 5-6 Eiern verarbeitet. Danach werden die Spätzchen in kochendes Salzwasser geschnitten und nach dem Anrichten mit brauner Butter und geröstetem Paniermehl geschmälzt.

Variante (aus einem Kochbuch erschienen 1932) betitelt „Knöpfli mit Birnen“: Man bereitet gewöhnliche Knöpfli und lässt sie, ausgebreitet, auskühlen. Gleichzeitig dünstet man in feine Schnitze geteilte Birnen mit ein wenig Zucker weich und vermengt sie, nachdem sie ebenfalls ausgekühlt sind, mit den Knöpfli, verteilt die Masse in die mit Butter ausgestrichene Bratpfanne und bäckt sie goldgelb.

Rezept 10 (aus Kochbuch von 1908): 450g Mehl, ca. 2 dl Wasser oder Milch oder Magermilch, 2 Eier, Salz, 40g Käse, 20g Fett und 10g Stossbrot oder 10g Butter. – Aus Mehl, Milch, Wasser oder Magermilch wird ein dicker Omelettenteig zubereitet. Dieser wird so lange geklopft, bis er sich von der Schüssel löst und Blasen wirft. Dann wird der Teig partienweise durch ein Kraut- oder Spätzlisieb in das kochende Wasser getrieben oder von einem flachen Brett oder Teller mit einem Messer in dünnen Flocken in das Salzwasser geschnitten. Man lässt die jeweilige Portion Spätzli ca. 4 Minuten ziehen, nimmt sie heraus und lässt sie gut abtropfen. Die Spätzli werden mit oder ohne Käse in eine Platte angerichtet und mit geröstetem Stossbrot überschmelzt oder mit einigen Stücklein süsser Butter belegt.
Tipp: Die Spätzli können auch lagenweise mit gekochten Kartoffelwürfelchen und Käse angerichtet werden.

Variante Kraut-, Bärlauch oder Spinatspätzli: Dem obigen Spätzliteig, der zu diesem Zweck etwas dicker sein soll, fügt man Spinat- oder Krautreste oder roh gewiegtes oder fein geschnittenes und gedämpftes Kraut oder Spinat bei. Man nimmt zu dem Teig aber nur 300g Mehl und rechnet auf dieses Quantum ca. 150g Spinat oder Kraut. Im übrigen verfährt man wie im obigen Rezept angegeben.

Rezept 11 (aus Kochbuch von 1927): 300g Mehl, Salz, 1 1/2 – 2 Deziliter Milch, 2 Eier, Salzwasser, 1 Stück Butter, 2 Löffel Paniermehl. Von dem Mehl, Milch, Salz und Eiern macht man einen ganz dicken, glatten Teig. Er wird tüchtig geklopft bis sich oben grosse Blasen bilden. Das Salzwasser macht man kochend, nimmt einen Teil des Teiges auf einen Holzteller oder Brett und schneidet mit dem Messer kleine Spätzli ins Wasser. Man gibt auf einmal immer soviel hinein, als gut an der Oberfläche Platz haben. Man kann den Teig auch in ein Löchersieb geben und so ins Wasser hineinrühren. Die Spätzli werden ein paar Minuten gekocht, dann mit dem Schaumlöffel angerichtet und so weiter gemacht bis der Teig fertig ist. Dann spült man die Spätzli in heissem Wasser durch und richtet sie an in eine Platte. Das Paniermehl wird in der Butter geröstet und die Knöpfli damit überschmelzt.

Variante Käsknöpfli (aus Kochbuch von 1927): Knöpfliteig, Salzwasser, 4 Esslöffel Käse, 1 Zwiebel, 1 Stück Butter. – Man macht einen dicken Knöpfliteig, kocht die Knöpfli im Salzwasser, spült sie in heissem Wasser durch und lässt sei abtropfen. Die Zwiebel wird fein gehackt, in der Butter geschwitzt, die Knöpfli hinein gegeben und mit dem geriebenen Käse bestreut. Sobald sie schön gelbe Farbe genommen haben, werden sie angerichtet.

Variante Krautknöpfli (aus Kochbuch von 1927): 300g Mehl, 2 Eier, Salz, 1 1/2 dl Milch, 1/2 Pfund Spinat oder Mangoldkraut, Salzwasser, 1 Stück Butter, 2 Löffel Stossbrot. – Der Spinat wird gewaschen, im Salzwasser leicht abgewellt und nach dem Abtropfen fein gehackt. Man macht einen gewöhnlichen Knöpfliteig, mischt ihn mit dem Kraut und macht fertig wie gewöhnliche Knöpfli.

Variante Wurstknöpfli (aus Kochbuch von 1927): 250g Mehl, Brat von 2 Rinderwürsten, 1 1/2 dl Milch, 2 Eier, Salz, Salzwasser, Stossbrot und Butter. – Man macht einen festen Knöpfliteig, mischt diesen mit dem Brät und macht die Knöpfli wie gewöhnliche fertig.



Serviervorschläge:
Knöpfli/Spätzli lagenweise mit geriebenem Käse in einer warme Schüssel anrichten
Zerlassene Butter mit angeröstetem Paniermehl darübergiessen.
Paniermehl ohne Fettzugabe in einer Bratpfanne rösten, über die Knöpfli streuen.
Kurz in Butter schwenken ohne anbraten zu lassen.
Mit viel Schnittlauch bestreuen

und was man früher mit dem Spätzliwasser gemacht hatte, siehe hier

Tipp aus der heutigen Zeit:
Chnöpfli/Spätzli können auch auf Vorrat hergestellt werden. Dazu kühlt man sie in kaltem Wasser ab, lässt sie gut abtropfen und auf einem Küchentuch trocknen. Bis zum Verbrauch im Kühlschrank aufbewahren oder in gewünschter Menge in Plastiksäcke abpacken und einfrieren. Bei Gebrauch Butter in der Bratpfanne zergehen lassen und die (aufgetauten!) Chnöpfli/Spätzli erwärmen oder anbraten.

und hier noch ein Original:

Knöpfli nach Art der Grossmutter





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