Mailänderli, Zimtmailänderli, Mandelmailänderli

Erstellt von am 2. November 2012



Habe das Rezept „Mandelmailänderli 1901″ ausprobiert, schmeckt sehr gut, gebacken bei 200 Grad während 10 Minuten. Die Fotos, da schon sehr später Abend und schlechtes Licht, nicht gelungen. Vielleicht bleiben ein paar Exemplare übrig, damit diese hier doch noch abgebildet werden können.

Mailänderli (aus Kochbuch von 1932):
1/2 Pfd Mehl, 1/4 Pfd Buter, 1/4 Pfd Zucker, 2 Eier, Abgeriebenes von 1 Zitrone. – Die Butter wird schaumiggerührt, mit Zucker, Eiern und Zitronenabgeriebenem vermischt und zuletzt das Mehl dazugesiebt. Der glatt verarbeitete Teig wird 1/2 cm dick ausgerollt, mit beliebigen Formen ausgestochen, die Küchlein mit Eigelb bestrichen und hellgebacken.

Mailänderli (aus Zeitungsausschnitt von 1938):
250g Butter, 250g Zucker, das Abgeriebene einer Zitrone, 3 Eier, 500g Mehl. – Die Butter schaumig rühren, Zitronenschale und Zucker und nach und nach 2 1/2 verklopfte Eier darunter mischen und noch etwa 10 Minuten rühren (1/2 Ei wird zum Anstreichen zurückbehalten). Dann wird das gesiebte Mehl darunter gearbeitet und der Teig 1 Stunde an der Kühle ruhen gelassen. Man wallt ihn schwach 1 cm dick aus, sticht beliebige Förmchen aus, bepinselt sie mit Ei und bäckt sie im gut vorgewärmten Ofen zu hellgelber Farbe. Backdauer 12-15 Minuten. Je nach der Grösse der Eier braucht es etwas mehr oder weniger Mehl.

Mailänderli (aus Kochbuch von 1908):
250g Butter, 200g Zucker, 1 Zitrone, 2 1/2 Eier oder 6 Eigelb, 1/2 kg Mehl, 1/2 Ei zum Bestreichen. – Die Butter wird schaumig gerührt, die Zitronenschale in den Zucker gerieben. Der Zucker und die verklopften Eier werden abwechslungsweise und sorgfältig mit der Butter vermischt; alles wird noch 10 Minuten gerührt. Dann wird das gesiebte Mehl unter die Masse gezogen, diese rasch zu einem gleichmässigen Teig verarbeitet und einige Zeit ruhen gelassen. Der Teig wird 3/4 cm dick ausgewellt, zu verschiedenen Förmchen ausgestochen, mit Ei bepinselt und in gut heissem Ofen zu gelbbrauner Farbe gebacken.

Mailänderli (aus Kochbuch von 1920):
250g Mehl, 125g Zucker, 100g Butter, 1 ganzes Ei und 1 Eigelb, 1/2 Eierschale, Wasser und etwas abgeriebene Zitronenschale wird auf dem Brett zu einem Teig angemacht und glatt gearbeitet. Man wallt den Teig bleistiftdick aus, sticht mit kleinen Ausstechern verschiedene Formen aus, legt sie auf ein angestrichenes Blech, bestreicht die Mailänderli mit Eigelb, unter welches man etwas Zucker nimmt und backt sie bei ziemlicher Hitze.

Mailänderli, erste Art (aus Kochbuch von 1901):
250g Butter, 250g Griesszucker, die fein gewiegte Schale von 1/2 Zitrone, 3 grössere gut miteinander zerklopfte Eier und 500g Mehl (1/5 davon halte man zurück zum Ausarbeiten) werden miteinander zu einem feinen Mürbteig verarbeitet, bis die Masse gut zusammenhält. Sie wird 2 messerrückendick ausgerollt, dannt sticht man kleine Konfektformen, Brezeli, Kränzchen, Halbmöndchen u. dgl. aus, legt diese nicht zu nahe aneinander auf bebutterte Bleche, bestreicht sie zweimal gut mit Eigelb, das mit einer Prise Zucker vermengt ist, damit das Konfekt eine schöne dunkle Farbe erhält, und bäckt sie in guter Hitze.

Mailänderli, zweite Art (aus Kochbuch von 1901):
250g Butter lässt man leicht zergehen, sie soll nicht heiss werden, rührt 375g Zucker dazu. Dann gibt man 4 Eier, je eins nach dem andern, und das abgeriebene Gelbe einer Zitrone dazu und rührt die Masse gut. Zuletzt werden 500g Mehl darunter gearbeitet, der Teig 2-3 Std. oder über Nacht ruhen gelassen und wie oben verarbeitet.

Tipp: Will man die Mailänderli mit Eigelb bereiten, wenn man z.B. den Eischnee zu Haselnussbrötchen usw. braucht, so nimmt man an Stelle von 1 Ei 2 Eigelb. Auf diese Weise werden sie mürber und feiner.

Mandel-Mailänderli (aus Kochbuch von 1901):
Wie Mailänderli erste Art, nur dass man 125g geschälte, fein gemahlenen Mandeln dazu nimmt und dafür halb soviel Mehl (60g) weglässt.

Mailänderli (Notizzettel eines alten Bäckers):
1000g Mehl, 500g Butter, 500g Zucker, 4 Eier, Vanillezucker, 1 Zitrone abreiben.

Zimt-Mailänderli (aus Kochbuch von 1901):
Basta frolla (italienischer Mailänderliteig: 500g Mehl, 375g Butter, 250g Zucker, 3 Eier und etwas Zitronenschale. Der Teig wird etwas mürber, wenn man ihm 1 Handvoll Maismehl beifügt und dafür etwas weniger Mehl nimmt.
Diesem italienischen Mailänderliteig fügt man 2 geriebene Muskatnüsse, 25-30g Zimmet und 1 Messerspitze Hirschhornsalz bei.



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