weisse Böhnchen (wiissi Böhnli)

Erstellt von am 30. April 2012



Allgemeines: Die Hülsenfrüchte werden verlesen, durch mehrmaliges Quirlen in reichlich kaltem Wasser gesäubert und bereits am Vorabend eingeweicht, damit sie quellen und nachher beim Kochen schneller und gleichmässiger weich werden. Man kocht sie in dem Einweichwasser und fügt nach Bedarf noch etwas frisches Wasser hinzu. Um das Anbrennen zu verhindern, salzt man sie erst, wenn sie weichgekocht sind, also kurz vor dem Anrichten. Eine Messerspitze Natron, nach dem ersten Aufkochen hineingetan, fördert die Verdaulichkeit und beschleunigt das Weichwerden der Hülsenfrüchte.

zuerst ein Original, leider undatiert, jedoch sehr alt:

weisse Böhnli undatiert

Rezept 2:

Zutaten:
1/2 Pfund Böhnchen in genügend laues Wasser legen und über Nacht einweichen
1 Löffel Butter erhitzen
1 Zwiebel feinschneiden und im Fett anschwitzen
1 Teelöffel Mehl beigeben und mitschwitzen, dann die Böhnli hinein geben
1/2 L Bouillon oder Wasser ablöschen
1 TL Tomatenpurrée dazu geben. Die Böhnli zugedeckt weich kochen, in 1 1/2 – 2 1/2 Stunden, dann mit
1 Löffel Essig abschmecken und anrichten.


Rezept 3 (aus Kochbuch von 1908): 250g Böhnchen, Einweichwasser, Kochwasser, nach Belieben 1 Speckschwarte, 1 kleine Zwiebel, 1 Stück Sellerie, 30g Fett, 40g Mehl, 1/3 L Wasser oder 1 Tasse Milch, Salz, 3 EL saurer Rahm oder 1 EL Essig. – Die Böhnchen werden erlesen, gewaschen und ca. 12 Stunden in weiches Wasser eingelegt. Das Einweichwasser wird abgegossen und kann zu Reinigungszwecken verwendet werden. Die Böhnchen werden in frischem Wasser mit einer Speckschwarte, Zwiebel und Sellerie in 1 1/2 – 2 Stunden weichgekocht. Das Mehl wird im Fett durchgeschwitzt, mit Milch oder Wasser abgelöscht, mit Salz, saurem Rahm oder Essig abgeschmeckt und ca. 1/4 Stunde kochen gelassen. Die Böhnchen werden aus dem Kochwasser gezogen und in der Sauce gut aufgekocht.

Rezept 4 (aus Kochbuch von 1932): 1/2 Pfd weisse Böhnchen, 1 Esslöffel Mehl, 2-3 Karotten, 1 gespickte Zwiebel, Salz, Butter, etwas Zitronensaft oder Essig. – Die eingeweichten Böhnchen werden mit so viel Wasser aufgesetzt, dass sie bedeckt sind. Nach dem Aufkochen werden Karotten und Zwiebel zugegeben und alles weichgekocht. Dann nimmt man die Karotten und Zwiebel heraus, gibt das mit Wasser angerührte Mehl, sowie etwas Salz und Butter unter die Bohnen, lässt sie aufkochen und schmeckt mit Zitrone oder Essig ab. Wer es liebt, kann auch etwas Zucker hineingeben. In diesem Falle lässt man Zwiebel und Karotten weg. Nach Belieben kann man ein Stück Speck mitkochen lassen. Kochzeit etwa 2 Stunden.

Rezept 5 mit Zwiebelringen (aus Kochbuch von 1932): 3/4 – 1 Pfd. weisse Bohnen, 1 Tasse Bratensauce, 2 grosse Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Salz, Fett. – Die eingeweichten Bohnen setzt man mit dem Einweichwasser auf und lässt sie in 2 Stunden weichkochen und gibt sie dann auf ein Sieb zum Abtropfen. Der zerdrückte Knoblauch wird in Fett gedünstet, die Bohnen werden beigegeben, gesalzen, die Bratensauce daruntergemischt und angerichtet. In Mehl gewendet und in heissem Fett gebackene Zwiebelringe werden dazuserviert.

Rezept 6 weisses Bohnenragout (aus Kochbuch von 1932): 1/4 Pfd weisse Bohnen, 1/4 Pfd grüne Erbsen, 1/4 Pfd in Würfelchen geschnittene Karotten, 1/2 Pfund in Würfel geschnittene kleine Tomaten, Mehl, gehackte Petersilie, gehackte Zwiebel, Butter, Salz. – Die eingeweichten Bohnen werden weichgekocht und auf ein Sieb zum Abtropfen des Wassers gelegt. Die verschiedenen Gemüse werden jedes für sich in Butter gedünstet, Butter, Zwiebel, Mehl und Bohnenwasser zu einer kleinen Sauce verkocht, Bohnen und Gemüse damit gebunden und gewürzt. Das Ragout wird nach dem Anrichten mit Petersilie bestreut.


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