Bärlauch-Geist

Erstellt von am 21. April 2013

Allgemeines:
Bärlauch: ist ein blutreinigendes Mittel. (aus Haushaltbuch von 1901)
Bärlauch, ein naher Verwandter der Zwiebel, von dem man nur die jungen Blätter geniesst, ermöglicht eine altbewährte Frühlingskur. Er soll gegen die Verkalkung der Arterien, zu hohen Blutdruck, Verstopfung, Darmschwächen, Leberleiden wirksam sein, hat also ähnliche Eigenschaften wie Knoblauch. (aus Kochbuch von 1932)
Sammelzeit: die jungen Blätter vom März-Mai noch vor der Blüte, die Zwiebeln im Spätsommer und Herbst.
Tinkturen, auch Essenz oder Geist genannt, sind Auszüge in 38-40 prozentigem Alkohol. Die Pflanzenteile werden in ein Gefäss eingelegt, mit dem Alkohol übergossen und das Gefäss verschlossen an einem warmen Platz stehen gelassen bis der Alkohol die Stoffe ausgezogen hat (ca. 14 Tage, öfters schütteln). Danach wird der Rückstand ausgepresst und die Flüssigkeit abfiltriert. Wird Spiritus verwendet, darf die Tinktur nicht eingenommen werden sondern ist nur für äusserliche Behandlung einzusetzen. (aus Kochbuch von 1917)

Rezept: (Zusammenzug aus verschiedenen Erzählungen):
Eine Handvoll kleingeschnittene Blätter oder halbierte Zwiebeln locker bis zum Hals in eine Flasche geben, mit 1/2 Liter Branntwein deckend begiessen, gut verschliessen, 14 Tage in der Sonne oder Ofennähe ziehen lassen, dann durch ein Tüchlein (oder Kaffeefilterpapier) in dunkle Flasche abfiltern und kühl lagern.

Anwendung:
Bei Magenschmerzen, Blähungen 2-3mal täglich 10 bis 15 Tropfen in etwas Wasser nehmen.
Nach einem schweren Essen ein Schnapsgläschen trinken.
Zur allgemeinen Stärkung von Magen und Verdauung bis zu 4mal täglich 10 bis 12 Tropfen in etwas Wasser nehmen.



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