Arnika-Tinktur (Arnika-Essenz)

Erstellt von am 4. April 2013

Allgemeines: Arnika-(Wohlverleih-)Tinktur wird verwendet zu Einreibungen (5-10fache Verdünnung mit Wasser), zu Waschungen und Umschlägen gegen Beulen, Insektenstiche, zum Waschen der Brustwarzen der Stillenden usw. Für Waschungen bei rheumatischen Schmerzen oder Schwächezuständen mische man sie mit Kirschwasser. (aus Haushaltbuch von 1901)
Die Arnikatinktur sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Die aus den Blüten bereitete Tinktur, ein weitverbreitetes Hausmittel, ist auch in den Apotheken erhältlich. (aus Haushaltbuch von 1901)
Tinkturen, auch Essenz oder Geist genannt, sind Auszüge in 38-40 prozentigem Alkohol. Die Pflanzenteile werden in ein Gefäss eingelegt, mit dem Alkohol übergossen und das Gefäss verschlossen an einem warmen Platz stehen gelassen bis der Alkohol die Stoffe ausgezogen hat (ca. 14 Tage, öfters schütteln). Danach wird der Rückstand ausgepresst und die Flüssigkeit abfiltriert. Wird Spiritus verwendet, darf die Tinktur nicht eingenommen werden sondern ist nur für äusserliche Behandlung einzusetzen. (aus Kochbuch von 1917)

Rezept (Zusammenzug aus verschiedenen Erzählungen):
Eine Handvoll Blüten in eine Flasche geben, mit 1/2 Liter Branntwein deckend begiessen, gut verschliessen, 8 Tage in der Sonne oder Ofennähe ziehen lassen, dann durch ein Tüchlein in dunkle Flasche abfiltern und kühl lagern.

Anwendung:
Arnika nicht auf offenen Wunden verwenden!
Bei Halsschmerzen, Heiserkeit 20 – 25 Tropfen in ein Glas lauwarmes Wasser geben und gurgeln.
Bei Zahnfleischproblemen sich das Zahnfleisch täglich mit Arnikatinktur massieren.
Bei Rückenschmerzen, Hexenschuss, Bandscheibenproblemen und Ischias, Zerrung, Prellung, Quetschung und Muskelkater damit einreiben.
In 5-10facher Verdünnung mit abgekochtem Wasser eignet sich die Arnikatinktur für Umschläge bei Gelenkschmerzen (warm bei chronischen Schmerzen, kalt bei akuten Schmerzen), Quetschungen, Prellungen, Zerrungen.
Gegen kalte Füsse Melissengeist zu gleichen Teilen mit Arnikatinktur mischen und morgens und abends damit die Füsse einreiben (1 TL voll wirkt gegen Erschlaffung der Blutgefässe in den Füssen). (aus Haushaltbuch von 1901)



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